LuzernPlus – Motor der Region Luzern

Der Gemeindeverband LuzernPlus ist der anerkannte regionale Entwicklungsträger für die Gemeinden der Region Luzern. Er nimmt ihre Interessen gezielt wahr und vertritt sie wirkungsvoll gegenüber dem Kanton, dem Bund sowie anderen Organisationen und Regionen. Im Standortwettbewerb verleiht er der Region Kraft und eine eigene, starke Identität.

 

Den Gemeinden bietet LuzernPlus eine leistungsfähige Plattform, um die Zusammenarbeit zu intensivieren und Kooperationen einzugehen. Zu diesem Zweck initiiert er Projekte mit dem Ziel, Synergien zu nutzen, Kosten zu reduzieren und die öffentlichen Leistungen im Interesse der Bürgerinnen und Bürger und der Wirtschaft zu optimieren. Die Teilnahme an den Projekten ist freiwillig. Ebenfalls eingebunden werden können externe Organisationen und die Wirtschaft. Schliesslich erbringt LuzernPlus die Raum- und Siedlungsplanung für die Region Luzern gemäss den Vorgaben des kantonalen Richtplans.

Grosses Gewicht legt der Gemeindeverband auf die Netzwerkarbeit. Er pflegt enge Kontakte zu Kanton und Bund, zu Bildungsinstituten, anderen regional tätigen Organisationen, den drei anderen Entwicklungsträgern Region Luzern West, Region Sursee Mittelland und Idee Seetal AG sowie zur Wirtschaft. Im Vorstand, der aus sieben Personen besteht, nehmen denn auch Fachkräfte aus der Wirtschaft Einsitz.

 

LuzernPlus umfasst 25 Gemeinden mit über 230'000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Mit ihrem Mitgliederbeitrag finanzieren die Gemeinden die gemeinsame Interessensvertretung und die Vorbereitung von Projekten. Die Kosten für die Umsetzung tragen diejenigen Partner, die sich am Vorhaben beteiligen.

 

Der Gemeindeverband LuzernPlus ist Anfang 2010 aus dem Zusammenschluss des Regionalplanungsverbandes Luzern (RPV) und des Vereins LuzernPlus entstanden. Laufende Projekte beider Organisationen werden fortgeführt.

Entwicklungsgebiet LuzernNord

Die Brücke über die Kleine Emme und der Hügel am linken Reussufer gaben dem Gebiet die Namen: Emmenbrücke und Reussbühl. In dieser einst ländlich geprägten Gegend vor den Toren der Stadt befand sich von 1562 bis 1798 die Richtstätte des Standes Luzern.

 

Anfangs des letzten Jahrhunderts wurde das Gebiet von der einsetzenden Industriealisierung eingenommen. Fortan prägten die Schappe- und später die Nylonproduktion das Bild am Zusammenfluss von Kleiner Emme und Reuss. Diese beschäftigten mehrere tausend Personen.

 

Während die industrielle Fertigung ab 1960 stark zurückging, dominierte zunehmend der Verkehr das Gebiet rund um den Seetalplatz. Meldungen über Staus und die fehlende Umfahrung von Reussbühl prägten immer wieder die Schlagzeilen.

Reussbühl mit Blick auf Emmenbrücke um 1905.

Emmenbronx in den 1970er Jahren.

Das Hochwasser 2005 erforderte neue bauliche Massnahmen, um grosse Wassermassen im Griff zu haben.

Im Jahr 2005 verlangte das Hochwasser nach Schutzmassnahmen an den Ufern der Kleinen Emme und der Reuss. Zusammen mit dem Hochwasserschutzprojekt wurde gleichzeitig eine Lösung für die Verkehrsprobleme gesucht. Parallel dazu entstand 2010 der Masterplan LuzernNord, welcher aufzeigt, wie die neu gebildeten Flächen raumplanerisch und städtebaulich optimal genutzt werden sollen.

 

Der Masterplan Viscosistadt ergänzte 2012 die Grundlagen für das Entwicklungsgebiet. Zusammen bilden diese Planungen die Basis für das neue Stadtzentrum Luzern Nord. Hier werden sich nicht nur wichtige Verkehrsträger und zwei Flüsse, sondern künftig auch vermehrt Menschen begegnen, die hier wohnen, arbeiten, studieren oder ihre Freizeit verbringen.

Reussbühl wartet seit 40 Jahren auf eine Umfahrungsstrasse.

Der Seetalplatz ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt.