REUSSBÜHL

EIN QUARTIER ERHÄLT EIN NEUES GESICHT

 

Aus Reussbühl wird ein Quartier mit einem neuen, städtischen Gesicht zum Fluss. Das Zentrum des Quartiers blüht dank der Umfahrungsstrasse neu auf.

 

Reussbühl liegt auf der Luzerner Seite der Kleinen Emme und gehört seit 2010 zur Stadt Luzern.

Das Quartier ist sehr belebt und wird gemischt genutzt. Geprägt ist Reussbühl von der Kirche St. Philipp Neri, die auf das Quartier hinunterblickt, und von der Shedhalle der CKW, welche die Identität und Authentizität dieses Stadtteils vermittelt. Lange haben sich die Autos im Zentrum an den Häusern vorbeigezwängt.

 

Attraktives, neues Ortszentrum

Der Ortskern von Reussbühl ist heute vom Durchgangsverkehr befreit. Das Quartier wird nun mit einer Strasse entlang der SBB-Bahnlinie und der Kleinen Emme umfahren. Einzig der öffentliche Verkehr und Velos verbleiben auf der Hauptstrasse durch Reussbühl. Dies schafft Raum für einen attraktiven Ortskern. Aus der einst verkehrsbelasteten Durchgangsstrasse wird zwischen renovierten Häusern, lebensfreundlich gestalteten Höfen und neu eröffneten Läden eine Flaniermeile entstehen. Hinzu kommt ein Stadtplatz, der als Begegnungszone dient. Ein hoher Anteil Wohnen, gespickt mit Kleingewerbe und Läden, Kultur und Ateliers, soll das Quartier auch in Zukunft mit Leben füllen. Reussbühl kann neu aufblühen. Insgesamt entstehen in Reussbühl rund 500 neue Wohnungen, aber auch viel neuer Platz für Büros und Dienstleistungen.

 

Gegen die Reuss und die Kleine Emme hin schafft die Neubebauung am Reussbühlquai eine urbane Flussfront, die das Siedlungsgebiet abschliesst. Sie dient als Schutzwall für die Entwicklung des aufgewerteten Ortskerns im Rücken. Reussbühl West bietet ebenfalls grosses zusätzliches Potenzial für eine interessante Entwicklung in Etappen. Eine spannende Herausforderung für die beauftragten Architekten wird es sein, ob und wie die ortsbildprägende Shedhalle städtebaulich und ökonomisch sinnvoll erhalten werden kann.

Lange prägt der

Verkehr das Strassenbild von Reussbühl – das ist nun vorbei.

Gegen die Kleine Emme

schafft eine Neubebauung am Reussbühlquai eine Flussfront, die das Quartier abschliesst.

 

Stadtknecht zieht

Zoll ein

 

 

Schon im Jahr 1220 führte eine Brücke vom heutigen Reussbühl über die Kleine Emme. Die Brücke war so wichtig, dass der Ort den Namen Emmenbrücke erhielt. Jeder, der nach Luzern wollte, musste hier den wilden Fluss überqueren. Das war natürlich ein gutes Geschäft: Die stadtluzernische Obrigkeit erhob einen Brückenzoll. Wer hinüber wollte, musste im Zollhaus einen Obolus bezahlen. Zudem beorderte Luzern einen Stadtknecht an den Brückenkopf, «der den Räubern aufzulauern hatte».